Musiktheater nach einem Opera-Ballet vom Hof Augusts des Starken
Libretto von MARIA AURORA VON KÖNIGSMARCK
Musik von JOHANN CHRISTOPH SCHMIDT
- Mit zusätzlichen neuen Texten von Amal Reich
- Idee und Konzept: Dr. Reiner Zimmermann (1941 – 2026)
„Fastnachts-Lust“, geschrieben für den Dresdner Karneval 1697 und aufgeführt von den „Dames und Cavaliers“ des Hofes, ist ein deutschsprachiges Opera-Ballet – eines der allerersten Werke dieses Genres überhaupt. Das Libretto verfasste die geistreiche Dichterin und ehemalige Mätresse des jungen „sächsischen Sonnenkönigs“, Maria Aurora von Königsmarck (1662–1728). Sie war eine der faszinierendsten und emanzipiertesten Frauenfiguren des Barock, die mit dem Stück dem untreuen Herrscher mit versteckten Anspielungen und feinsinnigen – teils erstaunlich frechen – Spitzen gekonnt den Spiegel vorhielt. Die Musik komponierte der Hofkapellmeister Johann Christoph Schmidt (1664–1728).
Das Werk geriet in Vergessenheit und erlebt nun seine Wiederentdeckung: Erhalten sind sowohl das gedruckte Originallibretto als auch eine in der British Library London aufbewahrte Abschrift der Partitur. Eine solche Überlieferungssituation als Grundlage für die heutige Wiederaufführung ist für das barocke Hofballett des deutschsprachigen Raums äußerst selten.
Diesen einzigartigen kulturhistorischen Wert erkannte Dr.Reiner Zimmermann (Institut zur Erforschung und Erschließung der Alten Musik in Dresden, Musikschätze aus Dresden e.V.; Idee und Konzept der Aufführung), der die Partitur in das Editionsprogramm der Reihe „Denkmäler der Tonkunst in Dresden“ aufnahm. Die kritische Neuedition, herausgegeben von Sebastian Biesold und begleitet von Texten mit den neuesten Forschungsergebnissen, liegt nun vor und erscheint im Berliner Verlag Ries & Erler.
Die Aufführung der „Fastnachts-Lust“ wird in internationaler Besetzung von Ars Augusta e.V. produziert, einem erfahrenen Verein mit dem passenden künstlerisch-musikalischen Profil und der nötigen Expertise, um das Projekt angemessen umzusetzen. Besonders wertvoll ist der polnisch-deutsche Schwerpunkt des Vereins und seine enge Verbindung zum sächsisch-polnischen Kulturerbe unter August dem Starken. Die Regie und die neuen verbindenden Texte für das kleine Theaterstück zwischen Oper und Ballett übernimmt die Dresdner Regisseurin und Autorin Amal Reich.
Die Produktion entsteht in enger Zusammenarbeit mit Musikschätze aus Dresden e.V. und ist in die internationale Tagung „Mätressen, Macht und Kunst um 1700. Spielräume weiblichen Handelns an europäischen Fürstenhöfen“ eingebunden (veranstaltet vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde Dresden, der TU Dresden, der KU Eichstätt-Ingolstadt, der JMU Würzburg und der SLUB Dresden).
„La compagnia Sassone“ ist ein kleines Opernensemble, das 2023 in Görlitz-Zgorzelec vom Kulturverein Ars Augusta e.V. und der Opernsängerin Eleni Müller gegründet wurde.
Ziel ist die Wiederentdeckung des reichen musikalischen Erbes der sächsischen Könige von Polen, August II. des Starken und August III. Mit Förderung der Kulturstiftung des Freistaats Sachsen debütierte das Ensemble mit Pergolesis „La serva padrona“ und Musik von Vivaldi bei den Schlesischen Musikfeste. Im Jahr 2025 präsentierte das Ensemble mit Förderung der EU ein Programm mit Madrigalen von Andreas Hammerschmidt in Zittau, Görlitz und beim Olomoucer Barockfestival. „Fastnachts-Lust“ ist das dritte Projekt des Ensembles.
Künstler
„La compagnia Sassone“ ist ein kleines Opernensemble, das 2023 in Görlitz-Zgorzelec vom Kulturverein Ars Augusta e.V. und der Opernsängerin Eleni Müller gegründet wurde.
Ziel ist die Wiederentdeckung des reichen musikalischen Erbes der sächsischen Könige von Polen, August II. des Starken und August III. Mit Förderung der Kulturstiftung des Freistaats Sachsen debütierte das Ensemble mit Pergolesis „La serva padrona“ und Musik von Vivaldi bei den Schlesischen Musikfeste. Im Jahr 2025 präsentierte das Ensemble mit Förderung der EU ein Programm mit Madrigalen von Andreas Hammerschmidt in Zittau, Görlitz und beim Olomoucer Barockfestival. „Fastnachts-Lust“ ist das dritte Projekt des Ensembles.
- Produktion: Eleni Müller
- Regie: Amal Reich
- Kostüme: Anna Gaja
- Aurora: Beate Laaß
- Der Liebhaber: Roberto Jacchini Virgili
- Die Hoffnung: Nicolle Cassel
- Die Eifersucht: Radoslava Vorgic
- Die Freude: Alexandra Beason
Das Lausitzer Barockensemble
auf Kopien historischer Instrumente
- Violinen: Anke Wengrich (Cottbus), Vojtěch Zajíc (Brno), Noemi Kusnierz (Lwówek Slaski);
Viola: Dominika Garncarz (Wroclaw);
Cello: Szczepan Dembinski (Wien);
Viola da Gamba: Radoslaw Dembinski (Swieradow Zdroj);
Oboen: Katarzyna Czubek, Haugk Hand (Dresden);
Theorbe: Marysia Wiłgos (Warschau);
Cembalo: Reinhard Seeliger (Görlitz)
Produktion
Eigenproduktion von ARS AUGUSTA e.V und MUSIKSCHÄTZE AUS DRESDEN e.V. aus Anlass der Tagung „Mätressen, Macht und Kunst um 1700. Spielräume weiblichen Handelns an europäischen Fürstenhöfen“, veranstaltet vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde Dresden, den Universitäten TU Dresden, KU Eichstätt und JMU Würzburg sowie der SLUB Dresden.
Die Aufführung erfolgt nach der kritischen Neuedition „Johann Christoph Schmidt, Fastnachts-Lust, Opera-ballet, Denkmäler der Tonkunst in Dresden Editions-Nr. 8, herausgegeben von Sebastian Biesold, Verlag Ries&Erler Berlin 2026.
KOOPERATIONSPARTNER
Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde
Termine
Avant-première
26. September, 19.30 Uhr
Apollo Theater Görlitz
Premiere
28. September, 19.30 Uhr
Schlosskapelle Dresden
Produktionen
Alle Produktionen von Amal Reich im Überblick. Bilder und Videos sowie Informationen zu Handlung, Darstellern und Produktionsteam.
Kontakt
Amal Reich
Wolfshügelstraße 1
01324 Dresden
Telefon: +49 160 9449 3867
E-Mail: kontakt@amalreich.de
